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Bauernproteste: Eine Antwort auf den Brief von Klöckner an die Bundestagsabgeordneten

Antwort auf Top Agrar-Artikel "Bauernproteste: Brief von Klöckner an die Bundestagsabgeordneten" von Jürgen Greiner

Faire Preise für eine nachhaltige Landwirtschaft

Sehr geehrte Frau Klöckner,

normalerweise bezahlt der Gast das bestellte Gericht und nicht der Kellner. Mit Almosen ist uns nicht geholfen. Mehr Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft sind erforderlich und führen zu jährlichen Kostensteigerungen von mehr als 10 Mrd. € pro Jahr. Mit Ihrer Politik 'billiges Brot und Spiele' wie zu Römerzeiten und nicht nachhaltigen Weltmarktschrottpreisen kann kein Bauer auf der Welt überleben. Sie gefährden dadurch die zukünftige sichere Nahrungsmittelversorgung breiter Kreise der Bevölkerung.

Gleichzeitig öffnen Sie die Schleusen für billige Nahrungsmittel aus Amerika, die auf ehemaligem humusreichem Dauergrünland und Regenwald nicht nachhaltig erzeugt werden. Dadurch fördern Sie die umweltschädliche Freisetzung von CO2 und Stickstoff, weitere Erderwärmung, Wasserverschmutzung und vernichten systematisch CO2-Senken sowie Artenvielfalt.

Nachhaltigkeitskosten sind in den Weltmarktpreisen, zu denen wir unsere wertvollen Lebensmittel verkaufen sollen, die auch Sie offenbar nicht wertschätzen, nicht enthalten. Ich bitte Sie deshalb, parallel zum Klimapaket für in Deutschland nachgefragte Lebensmittel, Nachhaltigkeitsumlagen einzuführen. Alle Landwirte im In- und Ausland, die unsere sehr hohen Nachhaltigkeitsstandards einhalten, sollten diese Umlagen zusätzlich zu den Weltmarktpreisen erhalten. Gleichzeitig sollten die Verbraucher über Kopfpauschalen finanziell entlastet werden.

Zusätzlich sollte durch Änderung der Wettbewerbsgesetze dem Lebensmitteleinzelhandel verboten werden, Lebensmittel unterhalb der durchschnittlichen nachhaltigen Kosten einschließlich fairer Gewinnaufschläge innerhalb der Prozesskette zu verkaufen. Was nichts kostet wird nicht wertgeschätzt und häufig verschwendet.

Die geringe Wertschätzung insbesondere des Lebensmitteleinzelhandels für unsere Produkte und unsere tägliche Arbeit ist nicht gut für uns und unsere Umwelt. Die Umsetzung meiner Vorschläge führt zu einer Verbesserung der Umwelt und der Sicherung einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung. Beenden Sie die Preisdiktate der 4 'mittelständischen' Lebensmitteleinzelhändler. Ohne faire Preise für Lebensmittel können Bauern und Verbraucher auf Dauer nicht überleben.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Greiner

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